Zum Elfenstein in Bad Harzburg

Die Frage aller Fragen vor jeder Wanderung: Wo soll es heute hingehen? Meine Wanderkarte, das Stempelheft und das Buch „52 kleine & große Eskapaden im Harz“ auf der Couch verteilt, richtete sich mein Blick gen Bad Harzburg. „Da ist ein Stempel der Harzer Wandernadel, der sich noch nicht in meinem Wanderpass befindet.“ Somit stand das Ziel meiner heutigen, kleinen Sonntagswanderung fest – die Stempelstelle Nr. 120, der Elfenstein.

Bad Harzburg ist schon oft Ausgangspunkt meiner Wanderungen gewesen. Waren vor einigen Jahren noch das Molkenhaus, das Luchsgehege oder das Kreuz des deutschen Ostens beliebte Wanderziele, hat sich der Burgberg und auch der Baumwipfelpfad (mit neuer Attraktion, der Baumschwebebahn) als Touristen-Highlight entwickelt. Ich begebe mich heute aber auf die „andere Seite“ dieser Anziehungspunkte.

Über den Klippenweg von Alexisbad nach Mägdesprung

Ein herrlicher Herbstsonntag. Da sollte meine Wanderung in einem wunderschönen Herbstwald verlaufen. Also – das Selketal. Den Namen verdankt das Selketal dem Fluss Selke, welcher sich auf rund 64 km idyllisch durch das Land schlengelt. Meine Wanderbegleitung bestand wie immer aus meinem Mann und meinem Hund.

Die Wahl des Startpunktes meiner Wanderung fiel auf Mägdesprung – genauer auf den Bahnhof. Von hier sollte uns die Selketalbahn nach Alexisbad schaukeln.  Der denkmalgeschützte Bahnhof Mägdesprung wird nach jahrelangem Leerstand zum Glück wieder von mutigen Menschen betrieben. Die Gebrüder Wolter setzen das Gebäude instand und errichten dort eine Schauwerkstatt zur Möbelrestauration. Gern kann der Wanderer hier auch eine Wurst vom Grill und Getränke erhalten. Am Bahnhof Mägdesprung konnte ich zugleich auch die „Sage zum Mägdesprung“ nachlesen: „Die Tochter eines Hühnen sah auf der anderen Seite des Selketales einen jungen Mann und verliebte sich in diesen. Aber wie sollte sie zu ihm kommen – sie wagte den Sprung über das Tal und er gelang. Sie fiel in die Arme des Geliebten. Ein Fußabdruck des gewaltigen Sprungs ist der Aussichtspunkt Mägdetrappe. “ So ist die Sage zumindest am Bahnhof beschrieben. In anderen Quellen ist sie etwas anders überliefert….

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